Veranstaltungen

15.01.2019 (Dienstag) 19:30

Judith Schalansky - Verzeichnis einiger Verluste

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

„Verzeichnis einiger Verluste“ handelt vom Suchen und Finden, von Dingen, die verloren oder verschwunden sind. Es bleiben verhallte Echos, verwischte Spuren ...

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28.01.2019 (Montag) 19:30

Ursula Krechel - Geisterbahn

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Fast ein Jahrhundert umspannt dieser Roman, mit dem Ursula Krechel fortsetzt, was sie, vielfach ausgezeichnet, mit »Shanghai fern von wo« und »Landgericht« begonnen hat.

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28.01.2019 (Montag) 19:30
Ursula Krechel - Geisterbahn

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Istvan Eörsi - Hiob und Heine

14.11.2000

ISTVAN EÖRSI
HIOB UND HEINE

Lesung & Gespräch (ungarisch/deutsch)

„Das Buch Hiob verewigt den denkbar krassesten Ausnahmefall, denn es handelt von Unglück und Revolte eines von Gott persönlich ausgewählten Menschen.“

Hiob, in Asche sitzend, mit einer Tonscherbe schabt er seine eitrigen Schwären, die verkrätzte Haut. Sein Körper verstümmelt, seine Worte heiser bis zum Verstummen, sucht er nach dem Sinn seiner Leiden. An Gottes Gerechtigkeit möchte er nicht zweifeln, genausowenig aber an seiner eigenen Schuldlosigkeit. Auf seine bohrenden Fragen und Klagen aber erhält er als Antwort nur – das Schweigen Gottes.

Anhand der exemplarisch zu lesenden Geschichte Hiobs unternimmt Istvan Eörsi – er zählt zu den bedeutendsten ungarischen Autoren der Gegenwart – den waghalsigen Versuch, abzulesen, „wohin uns die Verzweiflung treibt, wenn unsere Weltanschauung nicht mit unserer Situation in Einklang zu bringen ist.“ Und er spannt dabei einen weiten Bogen bis in das 20. Jahrhundert, das solche Konflikte zwischen Ideal und Wirklichkeit in unzähligen Variationen produziert hat. Vor dem Hintergrund der Geschichte des letzten Jahrhunderts kann Gott sich schliesßlich nur noch wünschen, dass alle Menschen Atheisten wären.

Istvan Eörsi ist ein Fragender, ein Zweifelnder. In immer neuen Variationen und mit unerbittlicher Ironie – für die Heinrich Heine als Pate aufgerufen wird – treibt er die Geschichte Hiobs quer durch Epochen und Kulturen, und was entsteht, ist ein verdichtetes Bild unserer jüdisch-christlichen Kultur. Dabei hat Istvan Eörsi keine Antworten, schon gar keine letzten. Umso überzeugender ist dieses Buch.

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