Veranstaltungen

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30

Maxim Kantor - Rotes Licht

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Über drei Generationen erzählt Maxim Kantor die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zwischen Deutschland und Russland: Von der Russischen Revolution bis zum Ende der UdSSR, vom Aufstieg Hitlers bis zu Putins Krieg auf der Krim spannt sich der historische Bogen.

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24.10.2018 (Mittwoch) 19:30
Maxim Kantor - Rotes Licht
30.10.2018 (Dienstag) 19:30

Oksana Sabuschko - Der lange Abschied von der Angst

Lesung & Gespräch 
Literaturhaus

Etwas mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag im Bataclan am 13.11.2015 ist Oksana Sabuschko zu Gast in Paris. Die Erfahrung in der paralysierten Metropole lässt die ukrainische Autorin in ihrem klugen Essay über das Verarbeiten von Angst, hervorgerufen durch Krieg und Terror, reflektieren.

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„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Daniel Odija - Auf offener Straße

23.11.2012 (19:30)

DANIEL ODIJA
AUF OFFENER STRASSE

Lesung & Gespräch

Einführung und Übersetzung: Martin Pollack

„Der Tag, von dem Kanada nicht wusste, dass es sein letzter sein würde, war schön. So schön, dass in Kanada für einen Moment ein Empfinden erwachte. Es riss ihn aus seiner Isolation und erfüllte ihn mit der gesamten Musik der Dluga. … Kanada war gerührt. Er fühlte, dass er es heute gut haben würde mit sich selbst.“

Die ulica Dluga, die Lange Straße, führt mitten durchs Zentrum einer ungenannten polnischen Kleinstadt. In ihr versammelt sich, wer anderswo keinen Ort findet zum Überleben: Arbeitslose und Lebensmüde, Trinker und Huren, bigotte Hausfrauen und patriotische Diebe, gnadenlos Einsame, versponnene Träumer, haltlos Gescheiterte und solche, an denen doch noch ein Wunder geschieht.

In knappen, bis ins Äußerste verdichteten Sequenzen fängt Daniel Odija die parallelen Welten sozialer Randständigkeit ein und skizziert damit ein schonungslos drastisches und zugleich zärtliches Bild einer Gesellschaft im Übergang. Er beschreibt ihre Träume und Hoffnungen genauso wie ihre Exzesse, ihre Aporien, ihre Tristesse. 

 

Daniel Odija, geboren 1974 in Slupsk (Polen), wo er als Autor und Journalist lebt. Er studierte Polnisch und Literatur an der Universität Danzig. Seine von Martin Pollack ins deutsche übersetzten Romane „Das Sägewerk“ (2006) und „Auf offener Straße“ sind bei Zsolnay erschienen.

 Martin Pollack, geboren 1944, studierte Slawistik und osteuropäische Geschichte. Übersetzer und Autor. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung. Bei Zsolnay erschienen u.a.: „Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater“ (2004), „Kaiser von Amerika. Die große Flucht aus Galizien“ (2010)

Veranstalter: prolit, Literatur & Kritik, Otto Müller Verlag

Ort: Edmundsburg

 

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