Veranstaltungen

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30

Maxim Kantor - Rotes Licht

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Über drei Generationen erzählt Maxim Kantor die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zwischen Deutschland und Russland: Von der Russischen Revolution bis zum Ende der UdSSR, vom Aufstieg Hitlers bis zu Putins Krieg auf der Krim spannt sich der historische Bogen.

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24.10.2018 (Mittwoch) 19:30
Maxim Kantor - Rotes Licht
30.10.2018 (Dienstag) 19:30

Oksana Sabuschko - Der lange Abschied von der Angst

Lesung & Gespräch 
Literaturhaus

Etwas mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag im Bataclan am 13.11.2015 ist Oksana Sabuschko zu Gast in Paris. Die Erfahrung in der paralysierten Metropole lässt die ukrainische Autorin in ihrem klugen Essay über das Verarbeiten von Angst, hervorgerufen durch Krieg und Terror, reflektieren.

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„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Dmitri Prigov Lebt in Moskau

27.05.2003

DMITRI PRIGOV
LEBT IN MOSKAU

Lesung & Gespräch (russisch/deutsch)

Einführung und Übersetzung: Erich Klein

Prigov erzählt seine frühesten Kindheitserinnerungen: wie die deutsche Luftwaffe Moskau bombardiert, wie deutsche Kriegsgefangene durch die Stadt getrieben werden, vom Leben der Pioniere und von der grenzenlosen Bewunderung für Stalin über dessen Tod hinaus. Er spricht vom besetzten Estland und den Zuständen in einer Moskauer Kommunalka, davon, warum sich Kinder zu geheimen Orden zusammenschlossen, aber auch davon, warum Chruschtschow zum Kannibalen mutiert und den Dichter Wosnessenski verspeist und Gorbatschow alle Alkoholiker der Stadt verschwinden läßt … Prigovs Moskau erscheint als vielstimmiger Kosmos, voll bizarrer Fantasien und Katastrophen. Sein Roman „Lebt in Moskau!“ ist ein Delirium, ein Feuerwerk an schwarzem Humor und Sarkasmus, eine Apotheose Moskaus, deren Surrealismus mehr über die Realität der Stadt und ihrer Bewohner aussagt, als alle realistischen Beschreibungen je leisten könnten. „Dmitri Prigov stellt ein Magnetfeld der russischen Kultur dar. Manche lieben ihn, manche hassen ihn. Prigov in Rußland aber nicht zu beachten ist unmöglich.“ (Lew Rubinstein)

Dmitri Progov, geboren 1940, gestorben 2007. Lebte in Moskau als Dichter, Künstler, Erfinder und „Patriarch“ des Moskauer Konzeptualismus. Autor zahlreicher Gedichtbände und Prosatexte, seine Zyklen über den Milizionär und die Küchenschabe gehören zu den bekanntesten Texten des ehemaligen literarischen „Underground“. 
Zahlreiche Performances, Lesungen, internationale Ausstellungen, 1993 erhält er den Puschkin-Preis. Auf Deutsch erschienen ua „Poet ohne Persönlichkeit“ (1991), „Der Milizionär“ (1991).

 

Veranstalter: prolit

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