Veranstaltungen

07.05.2018 (Montag) 19:30

Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Fremde Verwandtschaften ist eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. 

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07.05.2018 (Montag) 19:30
Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"
05.06.2018 (Dienstag) 19:30

Esther Kinksy - Hain

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys „Geländeroman“. Sie führen nach Italien, in abseitige Landstriche und Gegenden, in eine Kleinstadt in den Hügeln nahe von Rom oder in die Lagunenlandschaft im Delta des Po.  Und sie beschreiben Aufbrüche in die weiten Räume des Erinnerns.

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05.06.2018 (Dienstag) 19:30
Esther Kinksy - Hain

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Eduard Militonyan

18.04.2005

LEVON KHECHOYAN
DAS RUSSISCHE FENSTER

Lesung & Gespräch (armenisch/deutsch)

'Die Erde ist gelb, in der Hitze des blauen Himmels kreisen die Störche im Gleitflug. In der Ferne sind Berge in den Farbtönen des Kegham-Gebirges, es scheint, als würdest du kurz danach auf den Sewan-See stoßen. (...) Hier, inmitten des ewigen Friedens des Universums die Erde, rund wie ein aufgeblähter Bauch. Ihr Nabel, der biblische Kaukasus, bebt, wirft sich hin und her, und auf die offene Wunde dieses Nabels wird immerzu Salz gestreut.' (Levon Khechoyan)

Was wissen wir über Armenien, das steinerne Land? Heimat des Kupfers und der Sonnenuhren, Schauplatz der Gärten von Semiramis, des antiken Weltwunders, und ältestes christliches Land, Schmelztiegel europäischer und vorderasiatischer Kulturen; aber auch politische Krisenregion, erschüttert durch wiederkehrende Erfahrungen von Fremdherrschaft, Vertreibung und Vernichtung, die ihren traurigen Höhepunkt im Genozid an der armenischen Bevölkerung zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts fand. Sprache und Literatur haben in Armenien seit jeher einen hohen Stellenwert; sie waren und sind untrennbar mit der wechselvollen und oft traumatischen Geschichte des Landes und der Menschen verwoben. Gegenwärtig erlebt die armenische Literatur einen neuen Aufschwung: Seit der Unabhängigkeit 1991 kommt eine neue Generation von Literaten ins Blickfeld, darunter viele Exilschriftsteller.

Zwei der jüngeren Autoren, Levon Khechoyan und Eduard Militonyan, möchten wir Ihnen an diesem Abend vorstellen (20 Uhr). Um das Bild abzurunden, zeigen wir anschließend (ca. 22 Uhr) die Dokumentation über den großen Filmemacher Sergei Paradjanov. Der 'Regisseur der Schatten vergessener Ahnen' gilt als Provokateur und Exzentriker, der im Film wie im eigenen Leben die Ästhetik zum obersten Prinzip erhob. Bereits ab 18 Uhr haben Sie die Möglichkeit, sich Paradjanovs Meisterwerk 'Die Farbe des Granatapfels' anzusehen. 

Levon Khechoyan, geboren 1955 in Georgien, lebt seit den 1980ern in Armenien. Er schreibt für verschiedene nationale und internationale Zeitungen und Magazine; seine Erzählbände wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Eduard Militonyan, 1952 in Armenien geboren, hat bislang 29, teils mit Preisen ausgezeichnete Bücher verfaßt, darunter Lyrik, Prosa und Literatur für Kinder. Maler u. Schriftsteller. 

Veranstalter: prolit

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