Veranstaltungen

07.05.2018 (Montag) 19:30

Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Fremde Verwandtschaften ist eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. 

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07.05.2018 (Montag) 19:30
Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"
05.06.2018 (Dienstag) 19:30

Esther Kinksy - Hain

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys „Geländeroman“. Sie führen nach Italien, in abseitige Landstriche und Gegenden, in eine Kleinstadt in den Hügeln nahe von Rom oder in die Lagunenlandschaft im Delta des Po.  Und sie beschreiben Aufbrüche in die weiten Räume des Erinnerns.

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05.06.2018 (Dienstag) 19:30
Esther Kinksy - Hain

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Feridun Zaimoglu - Der Liebesbrand

03.12.2009

FERIDUN ZAIMOGLU
DER LIEBESBRAND

Lesung & Gespräch

„Ich bin in Prag in eine seltsame Liebesgeschichte verwickelt, sie hat begonnen, ohne dass ich angeben könnte, an welchem Tag und zu welcher Tageszeit ich anfing, mich komisch zu fühlen. So viele gähnende Menschen auf den Straßen, sie gähnen den Winter aus, und manchmal müssen die Frauen – sie sind höflicher als die Männer – eine Minute, zwei oder drei Minuten die Hand vor den Mund halten, ich gähnte mit ihnen mit und gähnte eine junge schöne Frau an, die an einem Ampelmast lehnte, ich steckte sie mit meinem Gähnen an, und sie bedeckte ihren Mund mit der Hand. Das war bei meinem letzten Pragaufenthalt vor einigen Monaten, und ich lernte, auf Zeichen zu achten, als ich nachts auf einer verlassenen Straße in der Nähe meines Hotels einen Traktorentankdeckel fand. Ich konnte ihn nicht einstecken, er war zu groß.“

„Hinterland“, der neueste Roman von Feridun Zaimoglu, geht dem Phänomen der Liebe in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen nach und schlägt dabei einen weiten Bogen. Er schweift aus und er schweift ab, er sucht Wege und Umwege, und er führt uns von den Metropolen Osteuropas und der Türkei bis zur Nordsee. Er folgt Verliebten und Verführten, den Lebenswegen, die sich kreuzen, begleiten oder umgehen, alle verbunden in einem undurchschaubaren Zusammenhang. Zaimoglus Roman verbindet Traditionen europäischen und orientalischen Erzählens, er verbindet Reales und Phantastisches, verschiedenste Perspektiven, Welten und Figuren. Im Mittelpunkt stehen Ferda und Aneschka, die sich in Prag gefunden haben und immer wieder trennen, um eigene Wege zu erkunden. Ferda geht in die Türkei, Aneschka nach Berlin, wo sie Ferda schließlich wiedertrifft. Die Gefühle sind in Aufruhr, das Irrationale wird zum prägenden Movens der Handlung.

Feridun Zaimoglu, geboren im anatolischen Bolu, lebt seit 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist lebt. Zahlreiche Preise, u.a. 2003 Preis der Jury beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb, 2004 Adalbert-von-Chamisso-Preis. Veröffentlichungen u.a. „Leyla“ (2006), „Liebesbrand“ (2008).

 

Impressionen

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