Veranstaltungen

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30

Maxim Kantor - Rotes Licht

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Über drei Generationen erzählt Maxim Kantor die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zwischen Deutschland und Russland: Von der Russischen Revolution bis zum Ende der UdSSR, vom Aufstieg Hitlers bis zu Putins Krieg auf der Krim spannt sich der historische Bogen.

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24.10.2018 (Mittwoch) 19:30
Maxim Kantor - Rotes Licht
30.10.2018 (Dienstag) 19:30

Oksana Sabuschko - Der lange Abschied von der Angst

Lesung & Gespräch 
Literaturhaus

Etwas mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag im Bataclan am 13.11.2015 ist Oksana Sabuschko zu Gast in Paris. Die Erfahrung in der paralysierten Metropole lässt die ukrainische Autorin in ihrem klugen Essay über das Verarbeiten von Angst, hervorgerufen durch Krieg und Terror, reflektieren.

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„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Joanna Bator - Wolkenfern

06.03.2014 (20:00)

JOANNA BATOR

WOLKENFERN

Lesung & Gespräch (polnisch/deutsch)

"Grazynka sieht von hier aus ihr Leben, und das ist der einzige Ort, wo Vergangenheit für sie eine Bedeutung hat, und auch jetzt ist sie keine Reihe aufeinander folgender Ereignisse, sondern ein Kaleidoskop, in dem sich bei jedem Blick hinein ein anderes Muster zeigt. Da sind Dinge, die geschehen sind und die es nicht mehr gibt, und solche, die nie geschehen sind und die es noch gibt, etliches ist da, das erst noch geschehen wird."

Nach einem Verkehrsunfall erwacht Domenika aus dem Koma, umsorgt von ihrer Mutter und der Familienfreundin Grazynka. Statt nach Polen zurückzukehren, bricht Domenika ins Ungewisse auf, lebt als Fotografin unter Emigranten in verschiedenen Städten und sucht den Ort, an dem sie bleiben kann. Verwoben in diese weibliche Odyssee ist die Geschichte Grazynkas, die vor dem Krieg als Findelkind von einem Frauenpaar, den "Teetanten", aufgezogen wird. Als die SS die polnische Bevölkerung des Städtchens deportiert, geben die Tanten das Kind in die Obhut einer Nonne. Aus dem KZ zurückgekommen, sehen sie, wie Nachbarn sich um die Besitztümer der verschwundenen jüdischen Familien streiten. Von Grazynka finden sie keine Spur mehr.

Der Roman von Joanna Bator verknüpft Zeiten und Erzählebenen zu einem großen Panorama, das sich über Kontinente und ein ganzes Jahrhundert erstreckt.

Joanna Bator, 1968 geboren, studierte Kulturwissenschaft und Philosophie, arbeitete als Publizistin für verschiedene polnische Zeitungen und forschte mehrere Jahre in Japan. Mit ihrem preisgekrönten Roman "Sandberg" (dt:2011) wurde sie auch international bekannt. "Wolkenfern" ist in der Übersetzung von Esther Kinsky im Suhrkamp Verlag erschienen.

Eintritt: 8/6/4 Euro

Veranstalter: prolit

Foto: Krzystof Lukasiewicz

 

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