Veranstaltungen

22.02.2018 (Donnerstag) 19:30

István Kemény - Ein guter Traum mit Tieren

Lesung und Gespräch (ungarisch/deutsch)
Ort: Galerie Untersberger-Kerschbaumer

Wolf-Dietrich-Straße 4a

Wie nebenbei entwerfen diese Gedichte starke Visionen und ausdrucksstarke Bildwelten, deren Melancholie von feinem Witz und lakonischem Humor unterlaufen wird.  

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22.02.2018 (Donnerstag) 19:30
István Kemény - Ein guter Traum mit Tieren
26.02.2018 (Montag) 19:30

Sasha Maria Salzmann - Außer sich

Lesung und Gespräch
Ort: Literaturhaus

Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre. 

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26.02.2018 (Montag) 19:30
Sasha Maria Salzmann - Außer sich

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Juri Rytcheu - Die Reise der Anna Odinzowa

10.12.2000

JURI RYTCHEU
Die Reise der Anna Odinzowa

Lesung & Gespräch (russisch/deutsch)

 

Einzige Lesung des Autors in Österreich!! Über dreißig Bücher hat der tschuktschische Schriftsteller Juri Rytcheu geschrieben, und er wurde mit ihnen zum Zeugen einer bedrohten Kultur und eines vergessenen Volkes im äußersten Nordosten Sibiriens. Auch sein neuester Roman führt tief in die Weite der Landschaft der Tschuktschenhalbinsel: Im Jahr 1947 geht Anna Odinzowa, Ethnologin aus Leningrad, im kleinen Hafen von Uelen an Land, um Leben und Kultur der Nomaden in der Tundra zu erforschen. Nach der Heirat mit Tanat, dem Sohn des letzten tschuktschischen Schamanen, zieht sie mit seiner Sippe in die Tundra und lernt, nach deren uralten Gesetzen zu leben. Aus Angst vor der Kollektivierung durch die Sowjetmacht flieht die Familie mit ihrer Rentierherde in die entlegensten Gebiete. Bevor die Katastrophe über das Lager hereinbricht, macht der alte Rinto Anna zu seiner Nachfolgerin, er weiht sie ein in die bedrohten Künste und das Wissen der Schamenen. Mit einer eindrücklichen und poetischen Sprache zeichnet Rytcheu Bilder seiner Heimat und geht dabei weit in Geschichte und Tradition der Tschuktschen zurück. Sein Roman läßt aufmerksam werden für die verschiedenen Färbungen des Eises, die unterschiedliche Konsistenz des Schnees, und er macht die Mythen, Legenden, Bräuche und das alte Wissen der Schamenen lebendig. Und gleichzeitig läßt er sichtbar werden, wie mit der seit den 40er Jahren aufgezwungenen Kolchosordnung die Lebensgrundlagen und der gesellschaftliche Zusammenhalt der arktischen Völker zerstört wurden, wie Entwurzelung, Mißwirtschaft und Fremdherrschaft an die Stelle einer Kultur treten, die „älter als die ägyptischen Pyramiden“ ist.

Achtung: Veranstaltungsbeginn 17 Uhr! 

Juri Rytcheu wurde 1930 in der Siedlung Uelen auf der Tschuktschenhalbinsel im Nordosten Sibiriens geboren. Nach der Schule absolvierte er ein Lehrerbildungsinstitut, studierte dann an der Fakultät der Nordvölker in Leningrad, wo er heute auch lebt. Seine zahlreichen Romane und Erzählungen sind in die Sprache der Inuit und in viele Regionalsprachen der ehemaligen Sowjetunion wie auch ins Vietnamesische und Äthiopische übersetzt.

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