Veranstaltungen

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30

Maxim Kantor - Rotes Licht

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Über drei Generationen erzählt Maxim Kantor die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zwischen Deutschland und Russland: Von der Russischen Revolution bis zum Ende der UdSSR, vom Aufstieg Hitlers bis zu Putins Krieg auf der Krim spannt sich der historische Bogen.

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24.10.2018 (Mittwoch) 19:30
Maxim Kantor - Rotes Licht
30.10.2018 (Dienstag) 19:30

Oksana Sabuschko - Der lange Abschied von der Angst

Lesung & Gespräch 
Literaturhaus

Etwas mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag im Bataclan am 13.11.2015 ist Oksana Sabuschko zu Gast in Paris. Die Erfahrung in der paralysierten Metropole lässt die ukrainische Autorin in ihrem klugen Essay über das Verarbeiten von Angst, hervorgerufen durch Krieg und Terror, reflektieren.

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„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Lenka Reinerova - Alle Farben

27.05.2004

LENKA REINEROVA
ALLE FARBEN DER SONNE UND DER NACHT

Lesung & Gespräch (tschechisch/deutsch)

'Ich biß die Zähne zusammen und schwieg. Das war meine Waffe. Denn in mich gekehrt, war ich nicht allein, mein ganzes bisheriges Leben war mit mir, meine liebsten Mitmenschen, auch die Toten unter ihnen. Die vielleicht am meisten.' Als Lenka Reinerová nach Jahren der Verfolgung und des Exils, nach Internierung und Todesgefahr wieder in Prag lebt, wird sie eines Tages am frühen Abend verhaftet. Man sagt ihr nicht warum, auf ihre Fragen heißt es: 'Das wissen Sie am besten.' Sie weiß es nicht. Erst jetzt, nach über fünfzig Jahren, vermag Lenka Reinerová, die letzte Deutsch schreibende Literatin in Prag, in ihrem Bericht 'Alle Farben der Sonne und der Nacht' eines der schlimmsten Kapitel ihres Lebens aufzuschlagen. 

Lenka Reinerová, geboren 1916 in Prag, wo sie auch heute lebt. Sie arbeitete seit 1936 als Journalistin, 1938 floh sie nach Frankreich und entkam über Marokko nach Mexiko. Nach Kriegsende kehrte sie mit ihrem Mann nach Europa zurück, lebte einige Jahre in Belgrad, seit 1948 in Prag. 1952 wurde sie ein Opfer der stalinistischen Säuberungen, nach der Untersuchungshaft wurde sie mit ihrer Familie in die Provinz abgeschoben und erst 1964 rehabilitiert, nach dem Ende des Prager Frühlings erhielt sie Publikationsverbot und verlor ihre Arbeit. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt erschienen die Erzählbände 'Mandelduft' (1998), 'Zu Hause in Prag - manchmal auch anderswo' (2000) und 'Alle Farben der Sonne und der Nacht' (2003) im Aufbau Verlag. 

Veranstalter: Salzburger Literaturforum Leselampe, prolit

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