Veranstaltungen

07.05.2018 (Montag) 19:30

Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Fremde Verwandtschaften ist eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. 

Weiterlesen …

07.05.2018 (Montag) 19:30
Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"
05.06.2018 (Dienstag) 19:30

Esther Kinksy - Hain

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys „Geländeroman“. Sie führen nach Italien, in abseitige Landstriche und Gegenden, in eine Kleinstadt in den Hügeln nahe von Rom oder in die Lagunenlandschaft im Delta des Po.  Und sie beschreiben Aufbrüche in die weiten Räume des Erinnerns.

Weiterlesen …

05.06.2018 (Dienstag) 19:30
Esther Kinksy - Hain

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Lenka Reinerova - Alle Farben

27.05.2004

LENKA REINEROVA
ALLE FARBEN DER SONNE UND DER NACHT

Lesung & Gespräch (tschechisch/deutsch)

'Ich biß die Zähne zusammen und schwieg. Das war meine Waffe. Denn in mich gekehrt, war ich nicht allein, mein ganzes bisheriges Leben war mit mir, meine liebsten Mitmenschen, auch die Toten unter ihnen. Die vielleicht am meisten.' Als Lenka Reinerová nach Jahren der Verfolgung und des Exils, nach Internierung und Todesgefahr wieder in Prag lebt, wird sie eines Tages am frühen Abend verhaftet. Man sagt ihr nicht warum, auf ihre Fragen heißt es: 'Das wissen Sie am besten.' Sie weiß es nicht. Erst jetzt, nach über fünfzig Jahren, vermag Lenka Reinerová, die letzte Deutsch schreibende Literatin in Prag, in ihrem Bericht 'Alle Farben der Sonne und der Nacht' eines der schlimmsten Kapitel ihres Lebens aufzuschlagen. 

Lenka Reinerová, geboren 1916 in Prag, wo sie auch heute lebt. Sie arbeitete seit 1936 als Journalistin, 1938 floh sie nach Frankreich und entkam über Marokko nach Mexiko. Nach Kriegsende kehrte sie mit ihrem Mann nach Europa zurück, lebte einige Jahre in Belgrad, seit 1948 in Prag. 1952 wurde sie ein Opfer der stalinistischen Säuberungen, nach der Untersuchungshaft wurde sie mit ihrer Familie in die Provinz abgeschoben und erst 1964 rehabilitiert, nach dem Ende des Prager Frühlings erhielt sie Publikationsverbot und verlor ihre Arbeit. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt erschienen die Erzählbände 'Mandelduft' (1998), 'Zu Hause in Prag - manchmal auch anderswo' (2000) und 'Alle Farben der Sonne und der Nacht' (2003) im Aufbau Verlag. 

Veranstalter: Salzburger Literaturforum Leselampe, prolit

Zurück