Veranstaltungen

07.05.2018 (Montag) 19:30

Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Fremde Verwandtschaften ist eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. 

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07.05.2018 (Montag) 19:30
Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"
05.06.2018 (Dienstag) 19:30

Esther Kinksy - Hain

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys „Geländeroman“. Sie führen nach Italien, in abseitige Landstriche und Gegenden, in eine Kleinstadt in den Hügeln nahe von Rom oder in die Lagunenlandschaft im Delta des Po.  Und sie beschreiben Aufbrüche in die weiten Räume des Erinnerns.

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05.06.2018 (Dienstag) 19:30
Esther Kinksy - Hain

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Natalja Kljutscharjowa - Endstation Russland

06.05.2010

NATALJA KLJUTSCHARJOWA
ENDSTATION RUSSLAND

Lesung & Gespräch (russisch/deutsch)

Übersetzung: Ganna-Maria Braungardt

„Obscij vagon“ ist die billigste Art, in Russland Eisenbahn zu fahren – nämlich im offenen Abteilwagen, in dem man auch auf Pritschen schlafen kann. Der Roman „Endstation Russland“ ist eine kleine, grellbunte Enzyklopädie des Lebens im heutigen Russland, einem Land der Extreme, in dem bittere Armut in den Provinzorten im Gegensatz zu dem schamlos zur Schau gestellten Reichtum in Moskau steht, in dem Rentner auf die Straße gehen, um gegen die Regierung zu protestieren, junge Leute mit den Zarenattentätern sympathisieren und sich mit Bombenbau beschäftigen.

Nikita, ein junger Mann Anfang zwanzig, der zu Ohnmachtsanfällen neigt und über den Verlust seiner großen Liebe Jasja nicht hinwegkommt, ist viel unterwegs in diesem Russland. Mit seinem Lächeln gewinnt er das Vertrauen von wildfremden Menschen, die ihm ihr Leben erzählen. Irgendwann wandelt sich Nikita vom mitfühlenden Zeugen zum Aktivisten. Die Geschichte kulminiert in einer apokalyptischen Szene – in einem Traum von der Revolution, der unversöhnlich endet. „Das Leben tobt im Zug namens Russland – bis zur letzten Minute vor dem Crash.“ (Ex Libris) Einführung und Moderation: Ganna-Maria Braungardt

Natalja Kljutscharjowa, 1981 in Perm geboren, besuchte die Pädagogische Universität in Jaroslawl. Sie arbeitete als TV- Nachrichtenredakteurin und ist heute Mitarbeiterin von „Pervoe sentjabrja“, einer Moskauer Zeitschrift für Bildung und Erziehung. 2006 erschien ihr Gedichtband „Weiße Pioniere“, ebenfalls 2006 wurde ihr erster Roman „Obscij vagon“ in der Zeitschrift „Novyj mir“ veröffentlicht. 2008 kam der Roman – in einer stark veränderten und um politisch brisante Passagen gekürzten Fassung – im Verlag Limbus Press heraus. Ihre Erzählung „Odin den’ v raju“ („Ein Tag im Paradies“) wurde 2008 mit dem Jurij-Kasakow-Preis ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung des Romans, welcher die wiederhergestellte Originalfassung zugrunde liegt, ist unter dem Titel „Endstation Russland“ bei Suhrkamp erschienen. Natalja Kljutscharjowa lebt in Abramzewo bei Moskau.

Impressionen

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