Veranstaltungen

07.05.2018 (Montag) 19:30

Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Fremde Verwandtschaften ist eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. 

Weiterlesen …

07.05.2018 (Montag) 19:30
Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"
05.06.2018 (Dienstag) 19:30

Esther Kinksy - Hain

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys „Geländeroman“. Sie führen nach Italien, in abseitige Landstriche und Gegenden, in eine Kleinstadt in den Hügeln nahe von Rom oder in die Lagunenlandschaft im Delta des Po.  Und sie beschreiben Aufbrüche in die weiten Räume des Erinnerns.

Weiterlesen …

05.06.2018 (Dienstag) 19:30
Esther Kinksy - Hain

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Hiromi Ito - Mutter töten

15.10.2002

HIROMI ITO
MUTTER TÖTEN

Lesung & Performance

Einleitung und Gespräch: Elisabeth Reichart
 
In der japanischen Literaturszene ist Hiromi Ito seit langem bekannt für die Vitalität ihres Ausdrucks und die Radikalität, mit der sie ihre Themen behandelt. Das anfängliche Befremden angesichts von Titeln wie „Mutter töten“ oder „Kanoko töten“ wandelt sich bald in Faszination für ihre Gedichte und lyrischen Essays, deren Tabulosigkeit nichts Voyeuristisches hat. Vielmehr verweist die schonungslose Offenheit von Itos Texten nicht nur auf den Wandel in der japanischen Gesllschaft, sondern auch auf das Archaische ihrer zentralen Themen: die Beziehung zwischen den Geschlechtern, Sexualität, Mutterschaft, die Grenzerfahrungen von Geburt und Tod, von Lust und Gewalt. Itos Wahrnehmung wird keiner moralischen Instanz unterworfen, damit ist sie so präzise wie provokativ: Hinter dem Harmlosen alltäglicher Handlungen lauert der Wahnsinn, hinter dem scheinbar Normalen die Groteske, die durch die radikale Körperlichkeit von Itos Sprache ebenso hervorgetrieben wird wie durch die bewußt übertriebene Ästhetik von Rhythmus und Klang. Hiromi Ito schreibt „einen eigenen Diskurs ihrer Weiblichkeit. Ihre Taktik ist die Parodie vorgegebener Muster (…) Unheimlich an Itos Arbeiten mag sein, daß die absurden Gewaltphantasien von einer Frau gedacht und in einem beiläufig wirkenden Plauderton vorgetragen werden, der suggeriert, daß der makabre Inhalt Thema eines ganz normalen Tagesgesprächs sein kann, womit der Normalitätsanspruch einer modernen zivilisierten Gesellschaft in Frage gestellt wird. Hiromi Ito macht klar, daß der Mensch die Gewalt als Lust erlebt und daß er darum letztlich eine absurde Existenz ist“ (Lisette Gebhardt) 
 
Ito Hiromi, 1955 in Tokyo geboren, lebt in Kumamoto auf der japanischen Südinsel Kyushu. Seit ihrem ersten Lyrikband 1978 erschienen zahlreiche, z.T. preisgekrönte Bücher mit Gedichten und Kurzprosa. Veröffentlichungen in deutscher Übersetzung: „Mutter töten“ (1993) und „Das anarchische Aschenputtel“ (1999), beide im Residenz Verlag.
 
Veranstalter: prolit

 

Zurück