Veranstaltungen

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30

Maxim Kantor - Rotes Licht

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Über drei Generationen erzählt Maxim Kantor die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zwischen Deutschland und Russland: Von der Russischen Revolution bis zum Ende der UdSSR, vom Aufstieg Hitlers bis zu Putins Krieg auf der Krim spannt sich der historische Bogen.

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24.10.2018 (Mittwoch) 19:30
Maxim Kantor - Rotes Licht
30.10.2018 (Dienstag) 19:30

Oksana Sabuschko - Der lange Abschied von der Angst

Lesung & Gespräch 
Literaturhaus

Etwas mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag im Bataclan am 13.11.2015 ist Oksana Sabuschko zu Gast in Paris. Die Erfahrung in der paralysierten Metropole lässt die ukrainische Autorin in ihrem klugen Essay über das Verarbeiten von Angst, hervorgerufen durch Krieg und Terror, reflektieren.

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„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Tomer Gardi - broken german

21.11.2016 (19:30)

Ort: Galerie Untersberger-Kerschbaumer

Wolf-Dietrich-Straße 4a

Einführung: Angelika Klammer

Ein übermütiger, rasanter Großstadtroman, skurrile Szenerien und Szenen, immer wieder zusammenlaufend in der „Bar zum Roten Faden“, Treffpunkt des Protagonisten Radili und seiner Freunde Amadou, Fikert, Anuan, Abayomi und Jamal.

So vielfach gebrochen die Geschichten, Phantasien und Einfälle in diesem Buch sind, so gebrochen ist auch seine Sprache, die Sprache all seiner migrantischen Figuren, die wie der Erzähler in die Geschichte hineingeworfen und von ihr wieder verworfen werden. „Realismus schreiben nur Menschen mit einem festem Wohnsitz und einer Aufenthaltserlaubnis“, meint der israelische Autor und entwickelt in „broken german“ ein anspielungsreiches, vergnügliches Plädoyer für einen vielfältigen Sprachgebrauch, für Regelübertretung, für die Überschreitung der Norm.

Der Roman unterwandert die deutsche Grammatik und unterwandert damit nicht nur die gesellschaftlichen Übereinkünfte, die hinter jeder sprachlichen Normierung stehen, sondern er legt vielmehr auch die vielfachen Brüche frei, die das gegenwärtige Europa bestimmen.

Tomer Gardi, geboren 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, studierte Literatur und Erziehungswissenschaften in Tel Aviv und Berlin. Er war Herausgeber der Zeitschrift „Sedek: A Journal on the Ongoing Nakba“, ein Projekt der israelisch-jüdischen Initiative Zochrot, die die Erinnerung an die Vertreibung der Palästinenser im öffentlichen Diskurs verankern will. Tomer Gardis literarischer Essay „Stein, Papier“ erschein 2013 auf Deutsch. „broken german“ ist im Verlag Droschl erschienen. 

Eintritt: freiwillige Spende

Veranstalter: prolit

 

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