Veranstaltungen

07.05.2018 (Montag) 19:30

Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Fremde Verwandtschaften ist eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. 

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07.05.2018 (Montag) 19:30
Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"
05.06.2018 (Dienstag) 19:30

Esther Kinksy - Hain

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys „Geländeroman“. Sie führen nach Italien, in abseitige Landstriche und Gegenden, in eine Kleinstadt in den Hügeln nahe von Rom oder in die Lagunenlandschaft im Delta des Po.  Und sie beschreiben Aufbrüche in die weiten Räume des Erinnerns.

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05.06.2018 (Dienstag) 19:30
Esther Kinksy - Hain

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Dragan Velikic - Jeder muss doch irgendwo sein

25.09.2017 (19:30)

Ort: Literaturhaus

Lesung & Gespräch (serbisch/deutsch)

„Alle ihre Geschichten stammten aus dem Boudoir, den Dienstbotenzimmern, den Mädchenkammern. Von dort, wo man mit gedämpfter Stimme sprach. Wo die Schatten niemals stillstanden. Wo sich Lachen, Schluchzen und Seufzen unaufhörlich abwechselten. (…) Ein Zwischenraum und eine Zwischenzeit. Und die Reste fremder Leben. Ein Blick aus dem Souterrain, gelebt durch das Schlüsselloch.“

Niemand hat sein Leben akribischer memoriert als seine Mutter. Als sie stirbt, tritt der Sohn ihre Erbschaft als Archivar der Erinnerung an. Bilder, atmosphärische Momente, Menschen, Farben, Gerüche werden durch ihn vergegenwärtigt. Vor allem Orte sind es, die Erinnerung bewahren und die Landkarte eines Lebens ergeben. Der Erzähler wird wieder zum Jungen, wenn er nach Pula zurückkehrt, um die duftenden Innenhöfe zu erkunden und durch Straßen zu flanieren, „in deren Gedächtnis Schatten von zwei- oder dreitausend Jahren gespeichert sind“, wenn er den alten Uhrmacher Maleša trifft, der einst Titos Uhren repariert hat, oder wenn er erinnernd zwischen Rovinj, Pula, Belgrad und Thessaloniki mäandert. Velikic schlägt mühelos den Bogen über Jahrzehnte und erzeugt dabei im Detail intensive Bilder, die sich zu einem Kaleidoskop des Vergangenen zusammensetzen, zu einem vielstimmigen Chor von nie erzählten Geschichten, in denen sich jene des ehemaligen Jugoslawien aufgehoben weiß.

Dragan Velikic, geboren 1953, lebt als freier Schriftsteller in Belgrad. Velikić war Mitarbeiter mehrerer Wochenzeitschriften und Redakteur bei Radio B92 in Belgrad, als Milosevic-Kritiker verließ er während der Jugoslawienkriege sein Land. Er veröffentlichte Erzählbände, Essays und Romane, die vielfach übersetzt und mehrfach ausgezeichnet wurden. „Jeder muss doch irgendwo sein“ ist in der Übersetzung von Mascha Dabic im Hanser Verlag erschienen.

Veranstalter: prolit

Foto: Mikovan Milenkovic

Impressionen

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