Veranstaltungen

07.05.2018 (Montag) 19:30

Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Fremde Verwandtschaften ist eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. 

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07.05.2018 (Montag) 19:30
Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"
05.06.2018 (Dienstag) 19:30

Esther Kinksy - Hain

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys „Geländeroman“. Sie führen nach Italien, in abseitige Landstriche und Gegenden, in eine Kleinstadt in den Hügeln nahe von Rom oder in die Lagunenlandschaft im Delta des Po.  Und sie beschreiben Aufbrüche in die weiten Räume des Erinnerns.

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05.06.2018 (Dienstag) 19:30
Esther Kinksy - Hain

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Marica Bodrozic - Ein Kolibri kam unverwandelt (Kopie)

25.04.2007

MARICA BODROZIC
EIN KOLIBRI KAM UNVERWANDELT

Lesung & Gespräch 

Der Wiederverzauberung der Welt, der Wieder-Ermächtigung der Sprache, die Marica Bodrozic schon in ihren – vielfach ausgezeichneten – Prosabänden „Tito ist tot“ und „Der Spieler der inneren Stunde“ auf sich genommen hat, ist nun auch in ihrem ersten Gedichtband „Ein Kolibri kam unverwandelt“ (Otto Müller Verlag) zu begegnen. Es ist ein besonderer Ort, aus dem Marica Bodrozic ihre poetische Kraft nimmt, aus „Talschaften der Erinnerung“, einer „Urgegend der Bilder“, die sich zu Landschaften formen, in denen erinnertes Leben auf verwandelte Weise vergegenwärtigt wird. Im sinnlichen Miteinander von Farben, Klängen, Gerüchen, im Ineinander von mythischen, archaischen, imaginären und realen Räumen heben diese Gedichte Zeit und Raum auf. Sie offenbaren sich gleichsam als präzise Träume, die zurückgreifen auf ein Gedächtnis des Möglichen, das auf dem universellen Verbundensein aller Dinge insistiert. In ihrem poetologischen Essay „Sterne erben, Sterne färben“ (Suhrkamp Verlag), aus dem an diesem Abend ebenfalls zu hören sein wird, beschreibt Marica Bodrozic ihren Weg zur und ihr Leben in der deutschen Sprache. Das Deutsche, das dem neunjährigen Kind nach dem Abschied von Jugoslawien zuerst wie „ein Gewerk aus Bewegungen, Tönen, Gerüchen“ erschien, wird nicht zuletzt zum „wärmenden Kleidungsstück“. Abschied und Ankunft, Verlust und Wiedergewinnung werden in der Sprache, in der ersten wie der zweiten, auf neue Art und in weiteren Dimensionen erfahrbar und verwandelt. 

Marica Bodrozic, geboren 1973 in Dalmatien, lebt seit 1983 in Deutschland. Sie studierte Kulturanthropologie und Psychoanalyse, nach Aufenthalten in Paris und Zürich lebt sie heute als freie Schriftstellerin in Berlin. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie zahlreiche Stipendien und Preise. Veröffentlichungen: „Tito ist tot“ (2002); „Der Spieler der inneren Stunde“ (2005).

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