Veranstaltungen

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30

Maxim Kantor - Rotes Licht

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Über drei Generationen erzählt Maxim Kantor die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zwischen Deutschland und Russland: Von der Russischen Revolution bis zum Ende der UdSSR, vom Aufstieg Hitlers bis zu Putins Krieg auf der Krim spannt sich der historische Bogen.

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24.10.2018 (Mittwoch) 19:30
Maxim Kantor - Rotes Licht
30.10.2018 (Dienstag) 19:30

Oksana Sabuschko - Der lange Abschied von der Angst

Lesung & Gespräch 
Literaturhaus

Etwas mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag im Bataclan am 13.11.2015 ist Oksana Sabuschko zu Gast in Paris. Die Erfahrung in der paralysierten Metropole lässt die ukrainische Autorin in ihrem klugen Essay über das Verarbeiten von Angst, hervorgerufen durch Krieg und Terror, reflektieren.

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„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Mircea Cartarescu - Travestie

08.11.2010

MIRCEA CATARESCU
TRAVESTIE

Lesung & Gespräch (rumänisch/deutsch)

„Ich hatte mich mit dem Gedanken vertraut gemacht, dass es für mich nur eine Zukunft geben konnte: eine Mansarde mit einem Stuhl, einem Tisch und einem Bett, wo ich mein ganzes – kurzes, höchstens vierzig Jahre währendes – Leben lang vor mich hin faulenzen und an einem endlosen und unlesbaren Roman schreiben würde, den sie nach meinem Tod bei mir finden sollten, stinkend wie ein Kadaver, aber er würde alles enthalten, die ganze Wahrheit über Sein und Nichtsein, die gesamte Welt mit allen Einzelheiten und mit ihrem verabscheuungswürdigen Sinn."

Die Realität gilt Mircea Cartarescu als „Sonderfall des Irrealen". Und so verbinden sich auch in seinen Romanen detailreiche Beschreibungen rumänischer Wirklichkeiten mit Phantasie und Imagination zu visionären Annäherungen an die großen metaphysischen und menschheitsgeschichtlichen Themen der Welt. Sein frühes Meisterwerk „Travestie" – im rumänischen Original 1994, in der deutschen Übersetzung von Ernest Wichner 2010 erschienen – erzählt von Victor, einem verschlossenen, sensiblen jungen Mann und der als rauschhaft erfahrenen Welt, die ihn im Sommer 1973 umgibt: Träume, Erotik, Unbewusstes und ein unauflösliches Ineinander von Leben und Tod formen sich zu einem bizarren, surrealen Kosmos und zu sprachmächtigen, grandiosen Bildern der menschlichen Existenz. „Mein Werk ist, glaube ich, transzendent. Es zielt auf etwas, was über die Wirklichkeit hinausgeht." (Mircea Cartarescu) „In Rumänien gilt Mircea Cartarescu seit Jahren als literarischer Superstar. Es wird Zeit, daß der sprachmächtige Rumäne auch bei uns eine größere Leserschaft gewinnt." (Günther Kaindlstorfer) Einführung, Übersetzung und Moderation: Ernest Wichner 

Mircea Cartarescu wurde 1956 in Bukarest geboren, studierte Philologie und arbeitete als Lehrer, danach als Lektor für rumänische Sprache an der Bukarester Universität und war Mitarbeiter der wichtigsten rumänischen Literaturzeitschriften. Seit 1987 publiziert er Lyrik und Prosa, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt.  Weitere Werke u.a.: „Nostalgia" (Roman); „Warum wir die Frauen lieben" (Erzählungen).

Impressionen

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