Veranstaltungen

07.05.2018 (Montag) 19:30

Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Fremde Verwandtschaften ist eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. 

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07.05.2018 (Montag) 19:30
Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"
05.06.2018 (Dienstag) 19:30

Esther Kinksy - Hain

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys „Geländeroman“. Sie führen nach Italien, in abseitige Landstriche und Gegenden, in eine Kleinstadt in den Hügeln nahe von Rom oder in die Lagunenlandschaft im Delta des Po.  Und sie beschreiben Aufbrüche in die weiten Räume des Erinnerns.

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05.06.2018 (Dienstag) 19:30
Esther Kinksy - Hain

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Herta Müller - Atemschaukel

14.01.2010

HERTA MÜLLER
ATEMSCHAUKEL

Lesung & Gespräch 

Alles, was ich habe, trage ich bei mir. Oder: Alles Meinige trage ich mit mir. Getragen habe ich alles, was ich hatte. Das Meinige war es nicht. (...) Es war noch Krieg im Januar 1945. Im Schrecken, dass ich mitten im Winter wer weiß wohin zu den Russen muss, wollte mir jeder etwas geben, das vielleicht etwas nützt, wenn es schon nichts hilft. Weil nichts auf der Welt etwas half. Weil ich unabänderlich auf der Liste der Russen stand, hat mir jeder etwas gegeben und sich seinen Teil dabei gedacht." Rumänien am Ende des Kriegs. Die deutschen Minderheiten im Banat und in Siebenbürgen leben in Angst. Etwa 80.000 Rumäniendeutsche werden im Januar 1945 in die Sowjetunion verschleppt. Ein junger Mann aus Siebenbürgen wird abgeholt, er kommt ins russische Arbeitslager. Fünf Jahre liegen vor ihm, von denen er noch nichts weiß. Fünf Jahre, aus denen er als ein anderer zurückkommt. Herta Müller, soeben mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, erzählt von einem kaum aufgearbeiteten Kapitel der europäischen Geschichte. Und sie tut es anhand der individuellen Erfahrung eines Einzelnen. In Gesprächen mit Überlebenden, vor allem mit dem rumänischen Dichter Oskar Pastior, hat sie den Stoff für diesen Roman recherchiert, der wie alle Bücher Herta Müllers schonungslos, präzis und zwingend gegen die Entwürdigung des Menschen durch die kommunistischen Diktaturen anschreibt. Das persönlich Gelebte wird zum Maß für den literarischen Text, der Geschichte erst einsehbar macht und offen für Empathie.
 

Herta Müller, 1953 in Nitzkydorf als Angehörige der Minderheit der Banater Schwaben geboren, studierte Romanistik und Germanistik in Temeswar, lebt seit ihrer Emigration 1987 als Schriftstellerin in Berlin. Für ihre Werke wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Nobelpreis für Literatur 2009. Veröffentlichungen u.a.: „Niederungen" (1984); „Herztier" (1994); „Heute wär ich mir lieber nicht begegnet" (1997); „Der König verneigt sich und tötet" (2003).

Impressionen

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