Veranstaltungen

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30

Maxim Kantor - Rotes Licht

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Über drei Generationen erzählt Maxim Kantor die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zwischen Deutschland und Russland: Von der Russischen Revolution bis zum Ende der UdSSR, vom Aufstieg Hitlers bis zu Putins Krieg auf der Krim spannt sich der historische Bogen.

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24.10.2018 (Mittwoch) 19:30
Maxim Kantor - Rotes Licht
30.10.2018 (Dienstag) 19:30

Oksana Sabuschko - Der lange Abschied von der Angst

Lesung & Gespräch 
Literaturhaus

Etwas mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag im Bataclan am 13.11.2015 ist Oksana Sabuschko zu Gast in Paris. Die Erfahrung in der paralysierten Metropole lässt die ukrainische Autorin in ihrem klugen Essay über das Verarbeiten von Angst, hervorgerufen durch Krieg und Terror, reflektieren.

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„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Jochen Jung - Das süße Messer

14.12.2009

JOCHEN JUNG
DAS SÜSSE MESSER

Lesung & Gespräch

„Noch war nicht dieses Tages Abend, noch lange nicht. Den Bäumen, die sie von ihrem Küchenfenster aus sehen konnte, merkte sie an ihrem Hin und Her an, dass sie noch eine gute Weile mit dem Wind zu tun haben würden, die wenigen Wolken, die jetzt den Himmel querten, waren sehr schleunig unterwegs, und dass da jetzt irgendwo im Haus eine Toilettenspülung rauschte, klang ihr fast wie ein Naturereignis.

Sie ließ alles gelten, war mit allem einverstanden, saß da auf ihrem Küchenstuhl und erteilte dem Leben Zensuren, mit denen es im Augenblick nur einverstanden sein konnte.“ Nichts weniger als die Liebe ist es, die am Vorabend ihres fünfzigsten Geburtstags bei Ute Cantz vorstellig wird – und sie tut das, wie es eben so Sache der Liebe ist, plötzlich, ungerufen und unerwartet, im Halbdunkel einer Tiefgarage und mit der Vehemenz eines Ereignisses, das durchaus schicksalhaft sein will. Ute Cantz ist Kunsthistorikerin, Mutter einer erwachsenen Tochter, Freundin eines Malermeisters mit Hang zur Kunst. Sie ist bestens eingerichtet in einem Leben, dem es an nichts zu fehlen scheint und das dennoch noch mehr bereitzuhalten hat. Den Anwalt Achim Zotter nämlich, der sich mit Entschiedenheit und großen Rosensträußen einbringt in ihre geordnete Welt. Gewitzt und schwungvoll, mit Sinn für skurrilen Humor und im bewussten Spiel mit den Möglichkeiten der Novelle nimmt Jochen Jung die „Liebe auf den ersten Blick“ beim Wort. Einführung: Petra Nagenkögel.

Jochen Jung, geboren 1942 in Frankfurt am Main, aufgewachsen in Eckernförde an der Ostsee, lebt in Salzburg. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in Zürich, Berlin und München. 1975 – 2000 zuerst Lektor und später Leiter des Residenz Verlags in Salzburg. 2001 gründete er den „Jung und Jung Verlag“. Herausgeber zahlreicher Anthologien. Veröffentlichungen u.a: „Täglich Fieber“ (2003); „Venezuela“ (2005).

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