Veranstaltungen

07.05.2018 (Montag) 19:30

Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Fremde Verwandtschaften ist eine groß angelegte Reflexion über das Sein, voller Details und Feinheiten, doppelter Böden und versteckter Gänge. 

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07.05.2018 (Montag) 19:30
Thomas Stangl - "Fremde Verwandtschaften"
05.06.2018 (Dienstag) 19:30

Esther Kinksy - Hain

Lesung & Gespräch 
Literaurhaus

Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys „Geländeroman“. Sie führen nach Italien, in abseitige Landstriche und Gegenden, in eine Kleinstadt in den Hügeln nahe von Rom oder in die Lagunenlandschaft im Delta des Po.  Und sie beschreiben Aufbrüche in die weiten Räume des Erinnerns.

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05.06.2018 (Dienstag) 19:30
Esther Kinksy - Hain

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

John von Düffel - Wasser

20.04.1999

JOHN VON DÜFFEL
VOM WASSER

Lesung & Gespräch 

Auf das Wasser ist alles bezogen in diesem Buch, aus dem Wasser entwickelt sich die Geschichte, die einen weiten Bogen spannt: Da ist der Ururgroßvater des Erzählers, der ein zwischen zwei Flüssen gelegenes Landgut kauft, die „Mißgunst“, um aus dem Wasser Papier zu machen und aus Papier Geld. Bis ihn schließlich die Rache des „Harkemanns“ zurückholt ins Wasser. Da ist der Urgroßvater, der klein wird vor der Allmacht des Vaters und dem Auftrag, die Fabrik zu übernehmen. Bis er sich aufmacht zum „Herrn der Zahl“, der das Wasser begradigt und seiner Logik unterwirft. Und der den „ersten Krieg“ „kleinrechnet“ mit seinem Zahlenverstand, damit ihm die Arbeiter nicht davonlaufen, ihrer Sehnsucht nach Größe und Heldentum hinterher. Dann der „neue Krieg“, nicht mehr kleinzurechnen, die beiden Söhne „wollten die Zahl und den Krieg“, der dritte Sohn, der Krüppel, der Maler auf der steten Suche nach dem „rechten Licht“, muß seine Krüppelfreiheit aufgeben, seine Maleraugen blenden, für die Leitung der Fabrik. So elementar wie die Kraft des Wassers ist das Leben, in das diese Menschen hineingeboren wurden, sind Sehnsucht, Haß, Eifersucht, Tod. Und so reißend wie das Wasser ist die Sprache, sie zieht einen mit, in die Geschichte hinein, in einen abgründigen Sog aus Bildern, Gerüchen, Farben, Geschmack, aus einer steten Wiederholung von Gedanken, Sätzen, Worten – wie das ewiggleiche Kommen und Gehen der Wellen. Ein faszinierendes Buch, ein merk-würdiges. 

John von Düffel, geboren 1966 in Göttingen, tätig als Theater- und Filmkritiker, als Hörspielautor, Dramatiker und Übersetzer. Derzeit als Schauspieldramaturg am Schauspielhaus Bonn. Theaterstücke u.a.: „Solingen“, „Das schlechteste Theaterstück der Welt“, „Shakespeare, Mörder, Pulp & Fiction“. „Vom Wasser“ ist sein erster Roman, er wurde ausgezeichnet mit dem Ernst-Willner-Preis sowie dem Aspekte-Preis 1998.

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