Veranstaltungen

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30

Maxim Kantor - Rotes Licht

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Über drei Generationen erzählt Maxim Kantor die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zwischen Deutschland und Russland: Von der Russischen Revolution bis zum Ende der UdSSR, vom Aufstieg Hitlers bis zu Putins Krieg auf der Krim spannt sich der historische Bogen.

Weiterlesen …

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30
Maxim Kantor - Rotes Licht
30.10.2018 (Dienstag) 19:30

Oksana Sabuschko - Der lange Abschied von der Angst

Lesung & Gespräch 
Literaturhaus

Etwas mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag im Bataclan am 13.11.2015 ist Oksana Sabuschko zu Gast in Paris. Die Erfahrung in der paralysierten Metropole lässt die ukrainische Autorin in ihrem klugen Essay über das Verarbeiten von Angst, hervorgerufen durch Krieg und Terror, reflektieren.

Weiterlesen …

„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Judith Kuckart - Die Verdächtige

15.06.2009

JUDITH KUCKART
DIE VERDÄCHTIGE

Lesung & Gespräch 

„Sie saß mit dem Rücken zur Tür. Der Kragen eines altmodischen Mantels fiel ihr wie ein riesiges Rhabarberblatt über die Schultern. War sie sechzig? Aus dem Kragen wuchs ein Mädchennacken, und das hochgesteckte Haar war blond, mit einem Ton Asche darin … Als sie sich zu ihm umdrehte, war sie Ende dreißig. Es war Sonntag … Der Mann, den ich liebe, ist am Sonntag vor zwei Wochen in der Geisterbahn verschwunden, sagte sie. Sie riss die Augen auf.“

Robert ist 39, sieht aus wie George Clooney, ist gerade von seiner Frau verlassen worden und arbeitet beim Morddezernat. Zu ihm aufs Kommissariat kommt eine Frau, an der alles seltsam scheint, nicht nur der Kragen ihres Mantels. Marga Burg will eine Vermisstenanzeige aufgeben, ihr Freund Mathias sei auf der Kirmes verschwunden, er sei allein in die Geisterbahn gestiegen und nicht mehr herausgekommen. Robert macht sich auf die Suche nach Mathias und trifft dabei immer nur auf Marga, die umso undurchschaubarer wird, je näher er ihr kommt.

In ihrem neuesten Roman entwirft Judith Kuckart eine Liebesgeschichte als Krimi, lotet die Nähe von Liebe und Verbrechen aus, von Verführung und Gewalt, von Träumen und der Unmöglichkeit ihrer Erfüllung. „So unsentimental betörend wie Judith Kuckart erzählt gegenwärtig niemand von der Droge Sehnsucht.“ (Deutschlandradio)

Judith Kuckart, geboren 1959 in Westfalen, Studium der Literatur- und Theaterwissenschaften, Tanzausbildung. Lebt als Autorin und Theaterregisseurin in Zürich und Berlin. Für ihre Romane und Erzählungen wurde sie unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis, dem Stipendium der Villa Massimo und dem deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Veröffentlichungen u.a.: „Wahl der Waffen“ (1990), „Die schöne Frau“ (1994), „Lenas Liebe“ (2002), „Kaiserstraße“ (2006).

Zurück