Veranstaltungen

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30

Maxim Kantor - Rotes Licht

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Über drei Generationen erzählt Maxim Kantor die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zwischen Deutschland und Russland: Von der Russischen Revolution bis zum Ende der UdSSR, vom Aufstieg Hitlers bis zu Putins Krieg auf der Krim spannt sich der historische Bogen.

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24.10.2018 (Mittwoch) 19:30
Maxim Kantor - Rotes Licht
30.10.2018 (Dienstag) 19:30

Oksana Sabuschko - Der lange Abschied von der Angst

Lesung & Gespräch 
Literaturhaus

Etwas mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag im Bataclan am 13.11.2015 ist Oksana Sabuschko zu Gast in Paris. Die Erfahrung in der paralysierten Metropole lässt die ukrainische Autorin in ihrem klugen Essay über das Verarbeiten von Angst, hervorgerufen durch Krieg und Terror, reflektieren.

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„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Oulipo

23.04.1997

Jaques Roubaud, Marcel Bénabou, Oscar Pastior

Oulipo

Lesungen & Gespräch (französisch/deutsch)

Nach der Eröffnung der Ausstellung von Jean-Luc Cornec im März startet an diesem Abend der literarische Teil eines OULIPO-Schwerpunktes. Universitätsprofessor Dr. Peter Kuon spricht über Programmatik und Poetik der Oulipo-Gruppe, dann wird Jacques Roubaud gemeinsam mit dem Übersetzer Jürgen Ritte die befreiende Wirkung mathematischer Regeln im literarischen Schaffensprozeß vorführen und in die Arkane der oulipotischen Erzählkunst einführen. Mit seinen drei Hortense-Romanen, die auch in deutscher Sprache vorliegen, wurde der französische Schriftsteller Jacques Roubaud Mitte der 80er Jahre einem breiteren Publikum bekannt. Vorher hatte der „compositeur de mathématique et de poésie“ – Mitglied der Oulipo-Gruppe seit 1967 – Sonette und Alexandriner geschrieben, die strengen Regeln (etwa der des japanischen GO-Spiels) gehorchen. Die äußerst amüsant zu lesenden Kriminalparodien von der schönen Hortense sind um die Schlüsselzahl 53 aufgebaut und übertragen das Versschema einer mittelalterlichen Gedichtform, der Sestine, auf einen längeren Erzähltext. Roubauds jüngst erschienene autobiographische Prosa lotet Möglichkeiten einer Annäherung an das Phänomen Erinnerung aus. 

Jacques Roubaud, geboren 1932 in Caluire bei Lyon, lebt als Mathematiker, Dichter und Übersetzer in Paris. Seit 1967 Mitglied der Oulipo-Gruppe. Er veröffentlichte Gedichte, Romane (La belle Hortense, L‘ Enlèvement d‘ Hortense, L‘ exil d‘ Hortense, Paris 1985, 1987, 1990 übers. ins Dt.) und dreibändige Autobiographie.

Jürgen Ritte, geboren 1956 in Köln, lebt als Literaturwissenschaftler und Übersetzer in Paris, veröffentlichte eine Studie zu Georges Perec (Das Sprachspiel der Moderne, Köln 1992) und betreut die Reihe OULIPO & Co (Edition Plasma in Berlin) mit Werken von Bénabou, Mathews, Perec und Roubaud in deutscher Übersetzung.

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