Veranstaltungen

24.10.2018 (Mittwoch) 19:30

Maxim Kantor - Rotes Licht

Lesung & Gespräch
Ort: Literaturhaus

Über drei Generationen erzählt Maxim Kantor die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts zwischen Deutschland und Russland: Von der Russischen Revolution bis zum Ende der UdSSR, vom Aufstieg Hitlers bis zu Putins Krieg auf der Krim spannt sich der historische Bogen.

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24.10.2018 (Mittwoch) 19:30
Maxim Kantor - Rotes Licht
30.10.2018 (Dienstag) 19:30

Oksana Sabuschko - Der lange Abschied von der Angst

Lesung & Gespräch 
Literaturhaus

Etwas mehr als einen Monat nach dem Terroranschlag im Bataclan am 13.11.2015 ist Oksana Sabuschko zu Gast in Paris. Die Erfahrung in der paralysierten Metropole lässt die ukrainische Autorin in ihrem klugen Essay über das Verarbeiten von Angst, hervorgerufen durch Krieg und Terror, reflektieren.

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„Literatur ist ein Medium der Geduld, der geschärften Wahrnehmung. Und sie leistet das Paradox, glücklich zu machen, auch wenn sie von Unglück spricht“ 

( Ilma Rakusa)

Zsuzsanna Gahse - Oh, Roman! (Kopie)

26.11.2007

ZSUZSANNA GAHSE
OH, ROMAN!

Lesung & Gespräch

„… jetzt würden die Erinnerungen einsetzen, aufpassen, jetzt werden sich die Erinnerungen ausweiten, sagte ich mir, und gleich waren mir zwei, drei slowenische Wörter eingefallen, als hätten die Wörter, die ich seinetwegen gelernt hatte, auf ein solches Erinnern gewartet. Der schlaksige Roman, dachte ich, der Arme, und hatte seine Gesichtszüge vor mir …“ 


Ende Juli, ein dreitägiger Arbeitsbesuch im Krankenhaus – draußen Hitze, drinnen Spitalalltag. Die Ich-Erzählerin, eine „Schreiberin“ aus Wien, wo sie in einem Schokoladengeschäft von Kunden bestellte Reiseberichte verfasst, ist zu Besuch beim Goldschmied Friedrich, um dessen Einfälle für künftige Schmuckprojekte zu notieren. Doch in der Spitalswelt ist man sich fremd, das Gespräch stockt, und auf dem Flur taucht plötzlich und unerwartet Roman auf, der „Lebensmann“, den die Erzählerin seit 15 Jahren nicht mehr gesehen und den sie erfolgreich vergessen hatte. Erinnerungen setzen ein, und plötzlich ragen überall Geschichten in die Vergangenheit hinein und aus ihr heraus. Und erstmals wird die „Schreiberin“ zur Erzählerin der eigenen Beobachtungen und Geschichten, sodass sich in die Chronik des Spitalsbesuchs ein unvergessliches Bild Romans einschreibt.
„Oh, Roman“ ist eine Krankengeschichte, eine Liebesgeschichte, ein Buch übers Vergessenwollen und Erinnernkönnen, ein subtiles Doppelporträt zweier Männer, eine Hommage an György Ligeti und nicht zuletzt ein Buch über die Lust am Schreiben. Einleitung: Anton Thuswaldner

Zsuzsanna Gahse, geb. 1946 in Budapest, lebt als freie Schriftstellerin in Müllheim, Schweiz. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. Aspekte-Preis und Adalbert-von-Chamisso-Preis. Über 20 Buchveröffentlichungen, u.a.: „Nichts ist wie“ (Roman, 1999); „durch und durch“ (2004) und „Instabile Texte“ (2005). „Oh, Roman“ ist in der Edition Korrespondenzen erschienen.

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