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Cécile Wajsbrot - Zerstörung

Ort: Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch

Veranstalter: prolit

© imago images / Christian Thiel

Cécile Wajsbrot - Zerstörung

Sie hatte ihr Leben dem Lesen und Schreiben gewidmet. Doch plötzlich zerbricht alles um sie herum, eine Diktatur breitet sich aus, das Schreiben wird unmöglich. Ihre einzige Ausdrucksmöglichkeit findet die Erzählerin in einem rätselhaft bleibenden »Soundblog«. Mysteriöse, beängstigende und philosophische Gedanken beschäftigen sie: Die neue Macht zerstört nach und nach auf heimtückische Weise jede Erinnerung und versucht, alle Spuren der Geschichte zu löschen. Wann und wie hat dieser Umbruch stattgefunden? Gab es Warnsignale? Ist sie selbst schuld daran, dass die Dinge geschehen? Wollte sie sich nicht aus der Vergangenheit befreien?
Cécile Wajsbrot beschreibt in ihrem Roman auf beeindruckende und erschreckende Weise die Angst vor einer Wiederholung der Geschichte und beschäftigt sich mit der beunruhigenden politischen Entwicklung der letzten Jahre.

In Lesung und Gespräch nähern wir uns diesem sprachmächtigen Buch und geben auch Einblick in das soeben erschienene neueste Buch von Cécile Wajsbrot „Nevermore“. Er handelt von einer Übersetzerin, die in einem Dresdner Rückzugsort an der Übertragung von Virginia Woolfs „To the lighthouse“ arbeitet. Der Roman entwirft einen gewaltigen Echoraum, der vom einstmals zerstörten Dresden bis zur verbotenen Zone rund um Tschernobyl reicht.

Cécile Wajsbrot, geb. 1954, lebt als Romanautorin, Essayistin und Übersetzerin aus dem Englischen und Deutschen in Paris und Berlin. Sie schreibt auch Hörspiele, die in Frankreich sowie in Deutschland gesendet werden. 2007 war sie Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Akademie der Künste in Berlin. 2014 erhielt sie den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, 2016 den Prix de l`Académie de Berlin. "Zerstörung" und "Nevermore" sind in der Übersetzung von Anne Weber im Wallstein Verlag erschienen.

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