Ilma Rakusa

Ort: Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch

Veranstalter: prolit

Kartenvorverkauf: www.eventjet.at

© Katalin Deer

Wo bleibt das Licht

„Poesie soll keine Kälte und kein Gefühl der Obdachlosigkeit erzeugen. Näher liegt sie bei der Liebe. Heller Horizont mit Äpfeln an den Rändern. Und Veränderungspotenzial.“

Notizen, Gedanken, Wahrnehmungen, beginnend im Sommer 2022, fügen sich in Ilma Rakusas neuestem Buch „Wo bleibt das Licht?“ zu einem persönlichen Journal und zugleich zu einem Panorama der letzten Jahre. Es sind weite Bögen, die Ilma Rakusa in ihrer Tagebuchprosa spannt, sie verbindet Erinnerung mit Reflexion und die Wahrnehmung des Augenblicks mit dem Versuch, eine Form zu finden für das Nicht-Fassbare: die Gegenwärtigkeit des Kriegs in der Ukraine, die zunehmende Bedrohtheit und Erosion der Demokratien, die globale Verdüsterung der Welt.

Die Autorin versteht es, den kleinen biografischen Moment kurzzuschließen mit dem größeren Ganzen, und sie versteht es, in der eigenen Ratlosigkeit die gesellschaftliche Verunsicherung mitzusehen, sie zur Sprache zu bringen. Ilma Rakusas Blick ist ein wacher, ihr Denken so offen wie unbestechlich. Begleitet von Lektüren und literarischen Weggefährten von Maria Zwetajewa bis Serhij Zhadan, schreibt sie an einem fortlaufenden Dialog mit der Gegenwart.  

Ilma Rakusa, geboren 1946 in der Slowakei, studierte Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. Sie lebt als Schriftstellerin, Übersetzerin, Litereaturkritikerin und Universitätslehrbeauftragte in Zürich. Ihr Werk umfasst erzählende und essayistische Prosa, Journale, Gedichte und Poetikvorlesungen und wurde vielfach ausgezeichnet. "Wo bleibt das Licht" ist im Droschl Verlag erschienen.

zugänge

Wir verstehen Literatur als Medium, das Erfahrungs- und Wahrnehmungsräume erschließen kann, die noch unvermessen sind - überraschende, ungeahnte Zugänge zu dem, was wir für Welt halten.

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